Sandskulpturen auf Usedom zu bewundern

13 / 06 / 2014
Sandskulpturen auf Usedom zu bewundern
Sandskulpturen auf Usedom zu bewundern

UBB-Maskottchen und Dampflok aus Sand entstehen auf dem Heringsdorfer Kopfbahnhof

Seebad Heringsdorf (dp). Das UBB-Maskottchen Willi übt sich auf dem Heringsdorfer Kopfbahnsteig als Dampflokführer. Willi und die Lokomotive sind beide aus Sand gebaut. Ihr Baumeister ist Martin de Zoete, seines Zeichens künstlerischer Leiter des „Sandskulpturenfestivals“ im Ausstellungszelt direkt an der UBB-Haltestelle Ahlbeck-Grenze. Dort zeigt der Holländer mit seinem deutschen Partner Oliver Hartmann Sandskulpturen unter dem Titel „Die Bibel in Bildern“.

Um für die Ausstellung zu werben, bauen die Sandkünstler um Martin de Zoete derzeit in einigen Insel-Seebädern Sandunikate auf. So steht bereits seit mehr als einer Woche an der Promenade in Swinemünde Rapunzels Burg. Leider musste die Skulptur mehrfach repariert werden und ist nun eingezäunt. Weniger Schäden durch Vandalismus erhofft sich de Zoete in den Kaiserbädern. Hier entstand über Pfingsten auf dem Heringsdorfer Bahnhof die besagte Dampflok samt Willi.

Vor kurzem starteten die Künstler auf der Wiese gegenüber dem Maritim-Hotel mit einem überdimensionalen WM-Ball aus Sand. In Bansin soll an der Promenade der größte Strandkorb aus Sand entstehen und in Zinnowitz ein Wikinger-Motiv. Der Sand für die Skulpturen kommt übrigens nicht vom Usedomer Strand, sondern aus einer Grube in Pudagla. Die Körner dieses Sandes sind kantiger und halten besser als die von der Brandung abgerundeten Strandsandkörner.

Für Bürgermeister Lars Petersen ist die Sandskulpturen-Ausstellung an der Grenze ein touristischer Gewinn. Er hofft, die Sandbaumeister auch im kommenden Jahr wieder hier zu haben: „Wir wollen das hier halten“. Er könne sich an Ort und Stelle im Winter auch eine Eisskulpturenschau vorstellen, so Petersen.

Der Gemeindechef hat unlängst je zwanzig Freikarten für das Sandskulpturenfestival an die Seniorengruppen der evangelischen Kirchengemeinden Ahlbeck und Heringsdorf-Bansin übergeben. Gleichfalls freien Eintritt genießen dank der Gemeinde die Schülerinnen und Schüler der Schulen in den Kaiserbädern sowie der Schule am Stettiner Haff in Zirchow.

Die Sandskulpturen-Schau „Die Bibel in Bildern“ auf dem Ahlbecker Grenzparkplatz ist bis zum 19. November täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Zu sehen sind insgesamt 37 Motive aus dem Alten und Neuen Testament, für die rund 400 Tonnen Sand verbaut wurden.


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Dietmar Pühler

Dietmar Pühler

Das Gespür für Themen, gründliche Recherchen und stilsichere Formulierungen gehören zu meinem Markenzeichen: d:p. Als freier Journalist arbeite ich unabhängig für Agenturen, Tages- und Wochenzeitungen sowie Online-Portale.Schreibblock, Kugelschreiber, Kamera und Laptop, mehr brauche ich nicht für meine Arbeit dort, wo andere Urlaub machen.