Radwanderweg Berlin Usedom

08 / 08 / 2013
Radwanderweg Berlin Usedom
Radwanderweg Berlin Usedom

Berlin Usedom Radfernweg bietet viele Varianten an die Ostsee

Insel Usedom (dp). Viele Wege führen bekanntlich nach Rom. Doch auch von Berlin nach Usedom haben Radtourenradler viele Möglichkeiten, zu wählen. Fahren Sie die komplette Strecke von Berlin-Mitte bis nach Peenemünde, beträgt die Distanz exakt 337 Kilometer. Nutzen Radler die kürzeste Strecke mit etlichen Abkürzungen sind es von Berlin-Buch bis zur Ostsee nur 215 Kilometer. Also, Sie haben die Wahl. Doch wo entlang führt der Radweg, der die Hauptstadt Berlin mit ihrer liebsten Badewanne verbindet?

Auf jeden Fall radeln Sie durch viel Grün, umgeben von weiten Wiesen und ausgedehnten Wäldern, sehen links und rechts malerische Orte mit alten Kirchen und treffen in den Dörfern auf freundliche Menschen, die Sie gerne mit einem Kaffee bewirten oder Ihnen eine Unterkunft bereithalten. Der Berlin-Usedom-Radfernweg ist sowohl ein Erlebnis für Genussradler als auch eine Herausforderung für sportliche Biker.

Der Weg beginnt in Berlin-Mitte und führt Sie über Stadtstraßen durch den Mauerpark bis nach Pankow. Hier im Schlosspark fließt die Panke, ein kleines Flüsschen, an dessen Ufer die nächsten Kilometer entlang geradelt wird. Hinter Berlin-Buch beginnt das Land Brandenburg und mit Bernau verlassen Sie den Speckgürtel der Hauptstadt und tauchen in ein dichtes Waldgebiet ein. Nacheinander sind der Finow-, der Oder-Havel- und der Werbellin-Kanal zu überqueren und schon bald erreichen Sie die Schorfheide, den Werbellinsee und Joachimsthal.

Weiter geht es durch Wald, entweder über die Blumberger Mühle oder direkt nach Steinhöfel. Entlang des Ober- und Unteruckersees, vorbei an kleinen Ferienorten gelangen Sie nach Prenzlau, von wo aus unzählige Windräder auf flachen Wiesen und Feldern die Szenerie beherrschen. Damit Sie auch die anspruchsvolle Fahrradtour meistern, gibt es z.B. bei www.bruegelmann.de diverses Zubehör und ein breite Auswahl an geeigneten Fahrrädern.

Haben Sie sich für den Weg über Pasewalk und Torgelow entschieden, warten ausgedehnte Kiefernwälder und die Stadt Ueckermünde auf Sie. Zwischen Ende April und Anfang Oktober verkehrt von Ueckermünde aus eine Fähre, die Sie zweimal täglich nach Kamminke auf Usedom bringt. Doch auch der direkte Weg von Werbelow über Ferdinandshof nach Bugewitz hat seine landschaftlichen Reize und gilt bei Berlin-Usedom-Radlern als Geheimtipp.

Hinter Bugewitz geht es auf einem Dammweg durch überschwemmte Haffwiesen und dann wahlweise mit der Fähre von Kamp nach Karnin auf Usedom oder über Anklam und die Klappbrücke bei Zecherin auf die Insel Usedom. Der Fernradweg verlässt wenige hundert Meter hinter der Peenestrombrücke die Bundesstraße und zweigt nach Karnin ab. Über Mönschow und Wilhelmshof geht es in die einzige deutsche Inselstadt, nach Usedom. Schon von weitem ist der hohe Kirchturm der St. Marienkirche zu sehen.

Von hieraus durchfahren Sie kleinere Inselorte auf etwas hügeliger Strecke bis nach Ahlbeck, von hier aus an die deutsch-polnische Grenze und weiter bis zur Europapromenade. Diese führt durch die Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Anschließend radeln Sie auf dem Ostsee-Radfernweg (R 10) durch den Küsten-Buchenwald mit herrlichem Blick auf die Ostsee. Von Trassenheide geht es schließlich entlang des Peenestroms zum Zielort Peenemünde.

Entlang der Strecke stehen Ihnen genügend Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Campingplätze für Übernachtungen zur Verfügung. Auch zur Stärkung gibt es ausreichende Einkehrmöglichkeiten in Gasthäusern und Cafés. Rund 90 Prozent der Strecke sind befestigt. Ein eigenes Radweglogo kennzeichnet den Berlin-Usedom-Radweg. Weitere Infos finden Sie unter www.berlin-usedom-radweginfo.de


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Dietmar Pühler

Dietmar Pühler

Das Gespür für Themen, gründliche Recherchen und stilsichere Formulierungen gehören zu meinem Markenzeichen: d:p. Als freier Journalist arbeite ich unabhängig für Agenturen, Tages- und Wochenzeitungen sowie Online-Portale.Schreibblock, Kugelschreiber, Kamera und Laptop, mehr brauche ich nicht für meine Arbeit dort, wo andere Urlaub machen.