Usedom Krimi der Vierte

10 / 04 / 2016
Usedom Krimi der Vierte
Usedom Krimi der Vierte

Dreharbeiten für den 4. Usedom-Krimi haben begonnen

Insel Usedom (dp). Seit etwas mehr als einer Woche laufen die Dreharbeiten für den viertel Teil des „Usedom-Krimi“ mit dem Titel „Nebelwand“. Das Filmteam um Regisseur Andreas Herzog hat sein Hauptquartier erneut in Morgenitz auf der Wiese von Astrid Dannegger aufgeschlagen. Das Wohnhaus der Keramikerin ist im Film das so genannte „Mörderhus“, weil darin die Hauptfigur Karin Lossow (gespielt von Katrin Sass) einst ihren Mann im Affekt erschossen hatte. Dafür saß die frühere Staatsanwältin fünf Jahre im Gefängnis.

Nach der Haft kehrt Karin Lossow zurück auf die Insel, wo ihre Tochter Julia Thiel (Lisa-Maria Potthoff) als Kriminalkommissarin arbeitet. Die 17-jährige Enkelin Sophie (Emma Bading) schließlich geht auf Distanz zu ihrer Mutter, nachdem sie erfährt, dass Julia eine Affäre mit einem polnischen Kollegen hat.

Das Wechselspiel dieser drei Charaktere ist so etwas wie der rote Faden der Krimireihe. Donald Kraemer, zuständiger Redakteur beim NDR, sieht es genau so: „Das Spannende ist die Mischung aus Krimi und Familiengeschichte, die sich durch eine wahnsinnig tolle Besetzung der drei Generationen auszeichnet.“

Spannend geht es natürlich auch wieder in der aktuell gedrehten Folge „Nebelwand“ zu. Bei dem Brand einer Segelyacht kommt eine Obdachlose beinahe ums Leben. Kommissarin Thiel nimmt die Ermittlungen auf. Die abgefackelte Yacht gehört einem Verein, der gestrauchelten Jugendlichen maritime Grundkenntnisse vermittelt. Zehn Jahre zuvor war das Schiff bei Nebel in eine Havarie verwickelt, bei der ein Urlauberehepaar ums Leben kam und nur der sechsjährige Sohn überlebte. Ist der Junge nun zurückgekehrt, um den Tod seiner Eltern zu rächen? Es handelt sich um den vorbestraften Jäckie (Oskar Bökelmann), in den sich just Julias Tochter Sophie verliebt. Da sich Karin Lossow noch gut an das tragische Unglück erinnern kann, versucht sie ihrer Tochter bei den Ermittlungen weiterzuhelfen.

Mehr wurde am Set in Morgenitz nicht verraten. Denn das sollen die Fernsehzuschauer bei der Erstausstrahlung im Frühjahr 2017 erfahren. Zuvor kommt noch der im vergangenen Sommer gedrehte dritte Teil auf den Bildschirm. Am 1. September zeigt die ARD um 20.15 Uhr die Folge „Engelmacher“, berichtete Produzent Tim Gehrke.

Wie er weiter erwähnte, sahen die beiden ersten Folgen 6,3 Mio. (Oktober 2014) bzw. 5,7 Mio. (Oktober 2015) Zuschauer. „Wir waren damit in beiden Jahren der erfolgreichste Donnerstagskrimi“, sagte er stolz. Mit Andreas Herzog ist der Regisseur der ersten Folge „Mörderhus“ zurück. Für ihn sei es „erste Bürgerpflicht, die Schönheit der Insel zu zeigen“. „Was gut funktioniert hat, ist die Verbindung der Natur und der Geschichte. Nicht nur die Strände machen die Insel und auch den Film aus“, so der vielgefragte Regisseur.

Gedreht wird auf Usedom noch bis zum 3. Mai. Drehorte sind neben Morgenitz und Zinnowitz die Häfen in Freest und Barth, sowie Swinemünde und Berlin.


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Dietmar Pühler

Dietmar Pühler

Das Gespür für Themen, gründliche Recherchen und stilsichere Formulierungen gehören zu meinem Markenzeichen: d:p. Als freier Journalist arbeite ich unabhängig für Agenturen, Tages- und Wochenzeitungen sowie Online-Portale.Schreibblock, Kugelschreiber, Kamera und Laptop, mehr brauche ich nicht für meine Arbeit dort, wo andere Urlaub machen.

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