In Benz steht die Kirche des Monats

20 / 01 / 2014
St. Petri in Benz ist KiBa-Kirche des Monats Januar 2014
St. Petri in Benz ist KiBa-Kirche des Monats Januar 2014

St. Petri in Benz ist KiBa-Kirche des Monats Januar 2014

Benz (dp). Die St. Petri-Kirche in Benz gehörte mit zu den beliebten Motiven, die der deutsch-amerikanische Maler Lyonel Feininger vor gut hundert Jahren auf der Insel Usedom mit Pinsel oder Zeichenstift festhielt. Auch Urlauber halten die Kirche gerne im Bild fest. Sie haben es aber eher auf das Innere der Kirche abgesehen, wo der aufwändig gestaltete Sternenhimmel den ansonsten schlichten Kirchenraum prägt.

Jetzt hat die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (KiBa-Stiftung) die Benzer Dorfkirche zur KiBa-Kirche des Monats Januar 2014 gekürt. Damit will die Stiftung darauf aufmerksam machen, dass der Backsteinbau, dessen Ursprünge auf das 15. Jahrhundert zurückgehen, ein erhaltenswertes Baudenkmal ist.

Die KiBa-Stiftung fördert die Sanierung ihrer „Kirche des Monats Januar 2014“ mit 10.000 Euro. Das Geld wird in die Renovierung des 25 Meter hohen Turmes gesteckt. Der seit dem 17. Jahrhundert zur Kirche gehörende Turm ist der Witterung in besonderem Maße ausgesetzt, sodass sich Mängel in der Dacheindeckung schneller als anderswo bemerkbar machen.

Neben Schäden durch Insekten haben Gutachter auch schwere Fäulnisschäden in der tragenden Holzkonstruktion des Turmhelms festgestellt. Diese sind so weit fortgeschritten, dass die Standsicherheit des Helms nicht mehr gewährleistet war. „Angesichts der vorhersehbaren Herbststürme musste bereits im vergangenen Sommer eine Notsicherung vorgenommen werden“, erläuterte die Benzer Pastorin Annegret Möller-Titel.

Sobald im Frühjahr das Wetter es zulässt, soll ein großer Kran den maroden Turmhelm abnehmen. Anschließend wird dort ein Notdach installiert. In einem zweiten Schritt erfolgt die Sanierung des Turmdachtragwerks. Danach wird der Helm wieder aufgesetzt und neu eingedeckt. Rund 380.000 Euro sind für zwei Bauabschnitte veranschlagt. Ihren finanziellen Eigenanteil hat die Gemeinde mit Hilfe des letztjährigen „Kirchensommers“ bestritten. Alle Einnahmen der rund 20 Konzerte und Lesungen konnten dem Sanierungszweck zugeschrieben werden.


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Dietmar Pühler

Dietmar Pühler

Das Gespür für Themen, gründliche Recherchen und stilsichere Formulierungen gehören zu meinem Markenzeichen: d:p. Als freier Journalist arbeite ich unabhängig für Agenturen, Tages- und Wochenzeitungen sowie Online-Portale.Schreibblock, Kugelschreiber, Kamera und Laptop, mehr brauche ich nicht für meine Arbeit dort, wo andere Urlaub machen.

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